de-bug raveline partysan


Dapayk gibt sich auf seiner neuen LP sehr kontrolliert und scheint nichts dem Zufall zu überlassen. Die Platte eröffnet mit dem glitchigem, einem durch die Finger rinnenden "Woo" auf dem Niklas Worgt mit seiner Stimme den Entertainer mimt. "Does the glitch bother you?" ist da die Frage, die er zu Beginn dem aufmerksamen Zuhörer stellt, der darf aber auf keinen Fall nein sagen, denn dreckig trockener, minimaler Funk ist eine Hauptaterie von "impulsion parasite". Dapayk scheint sich auf der gesamten Platte einer Art Selbstkontrolle unterzogen zu haben und bricht nur selten aus, aber wenn er den Rave dann mal auspackt, dann auch richtig. So auf "tastatoto", das sich nach nach zwei Drtitteln hopsig wummernden Loop in ein Feuerwerk aus Sirenen-Synthies und Effekten stürzt. Verstört digitale Madness auch auf "Warteballmusik", das sich knisternd und stolpernd direkt ins gefrorene Afterhour-Gehirn reinhüpft. Seine Stimme ist omnipräsent und in vielen Tracks, wenn auch durch Vocoder, Delay oder Reverb verfremdet, zu hören, so auch auf dem flockigen "uma", auf dem sein Gesang als Grundlage neben holzigem Loop und abstrakten Sounds fungiert und funktioniert.  Auf "krautch" und "marek stolpert" verabschiedet er sich gegen Ende von den straighten Beats und macht funkigen, aber trockenen Nu-Elektro mit dem nicht wegdiskutierbaren Einfluss moderner Breakbeats. Das ist ein Dancefloor-orientiertes Artist-Album, dass sehr speziell klingt und fast schon parasitär die Floors in seinen Bann nehmen wird, garantiert. Dapayk klingt erfrischt, organisiert und entwickelt mit dieser LP einen Signature-Sound, der fernab vom derzeitigen Standard immer besser zu werden scheint und hölzerne Funkyness in jeglicher Variation als neuen Zeitgeist etabliert. 5of5 Docton